Das Vorstellungsgespräch Wir bereiten dich auf das Vorstellungsgespräch vor

 

Die Ausgangsposition

Der Arbeitgeber will vor allem drei Aspekte überprüfen:

Persönlichkeit Leistungsmotivation Qualifikation

 

Die neun Phasen eines Vorstellungsgespräches:

1. Begrüssung und Einleitung
2. Bewerbung und Berufswahl
3. Schule, Ausbildung und bisherige Tätigkeiten
4. Persönlicher, familiärer und sozialer Hintergrund
5. Gesundheit
6. Spezielle Test- und Prüfungsfragen
7. Informationen für den Bewerber'
8. Fragen des Bewerbers
9. Abschluss des Gesprächs und Verabschiedung

 

1. Begrüssung und Einleitung

Der "erste" Eindruck
Sie bekommen ihn, und man bekommt ihn von Ihnen. Hier werden die Weichen in Richtung einer positiven oder negativen Gefühlsreaktion gestellt werden. So gesehen sind die ersten Minuten eines Vorstellungsgesprächs von entscheidender Bedeutung!

Sie dürfen nicht:
-
abgehetzt
- angespannt
-
nervös wirken

Sie sollten:
- Ihr Gegenüber freundlich anlächeln, und mitten ins Gesicht schauen.
- Sich deutlich, aber in angemessener Lautstärke vorstellen(falls ihr Name noch nicht gefallen ist).
- Ihr Gegenüber ganz direkt namentlich ansprechen.

warming up
Ihre Gesprächspartner wollen Sie und sich selbst in einer ersten Phase einstimmen, eine freundlichen Gesprächsatmosphäre herstellen und Ihre eventuelle Verkrampfung abbauen helfen.

Sie dürfen nicht:
-
zu lang oder zu kurz auf die Themen eingehen
- Das Angebot zum Rauchen annehmen
-
Die Einladung zu einem alkoholischen Getränk annehmen

Sie sollten:
-
Sich nicht ausschliessen von Anbieten von Kaffee oder Mineralwasser
- Gut zuhören, falls der Arbeitsfirma bereits jetzt von seiner Firma erzählen möchte.

 

2. Bewerbung und Berufswahl

Die nachfolgenden Fragen dienen der Überprüfung Ihrer Motivation und Ihres Interesses. Wie fundiert ist beides? Was bewegt Sie wirklich? Aus welcher Situation heraus bewerben Sie sich? Ist diese Lehrstelle (und das Unternehmen) erste Wahl oder nur Notlösung?
- Warum bewerben Sie sich für den Beruf (Ausbildung)?
- Die wichtigste Frage im ganzen Gespräch!
- Wie sind Sie darauf gekommen, und seit wann
interessieren Sie sich für diesen Beruf?
- Welche Vor- und Nachteile sehen Sie in diesem Beruf?
- Warum möchten Sie gerade in unserem Unternehmen eine Lehre beginnen?
- Wo haben Sie sich ausserdem beworben'?
- Was sind Ihre Stärken?
- Was sind Ihre Schwächen?

 

3. Schule, Ausbildung und bisherige Tätigkeiten

Mit diesen Fragen möchte der Arbeitgeber mehr über Interessen und Neigungen im Zusammenhang mit Ihrer Berufswahl erfahren.
- In welchen Schulfächern haben Sie gute und in welchen schlechte Noten, und warum?
- Wie sind Sie mit Lehrern und Mitschülern ausgekommen?
- Welche praktischen Arbeitserfahrungen haben
Sie bereits gemacht?

 

4. Persönlicher, familiärer und sozialer Hintergrund

Die nachfolgenden Fragen testen das soziale Umfeld, etwa nach dem Motto: "Zeige mir deine Familie und Freunde, und ich sage dir, wer du bist!
- Haben Sie Geschwister? Wenn ja, wie viele?
- Sind Ihre Eltern berufstätig und wer sind die Arbeitgeber?
- Haben Sie einen Freund/eine Freundin? Wollen Sie mal heiraten und eine Familie gründen?
-
Was haben Sie für Hobbys?

 

5. Gesundheit

Hier wird gefragt, wie es um Ihre uneingeschränkte gesundheitliche Leistungsfähigkeit geht!
-
Waren Sie schon einmal ernstlich erkrankt ?
- Bestehen bei Ihnen gesundheitliche Einschränkungen, die Auswirkungen auf Ihre Lehrstelle haben könnten?

 

6. Spezielle Test- und Prüfungsfragen

 

7. Informationen für den Bewerber

Früher oder später kommt der Moment, wo der Arbeitgeber über seine Firma berichten will!
- „Aktiv Zuhören"
- Wirklich aufmerksam zuhören.
- Nicht  leichtfertig unterblechen.
- Mit Nachfragen zeigen, dass man ganz bei der Sache ist.

Übrigens:
Je mehr der Arbeitgeber über die Firma und die Lehrstelle erzählt, um so besser stehen für Sie die Chancen!

 

8. Fragen des Bewerbers

Keine Fragen - Kein Interesse!

Beispielfragen:
- Wie viele Mitarbeiter hat das Unternehmen?
- Wie läuft bei Ihnen die Ausbildung ab?
- Gibt es in Ihrem Hause eine spezielle Ausbildungsabteilung?
- In welchen Abteilungen werde ich ausgebildet?
- Wo ist mein zukünftiger Arbeitsplatz, kann ich
ihn besichtigen?
- Wo gehe ich zur Berufsschule?
- Gibt es noch mehr Lehrlinge im Betrieb? (oder
wie viele Lehrlinge gibt es?)
- Wie hoch ist mein Lehrlingslohn?

 

9. Abschluss des Gesprächs und Verabschiedung

Verschaffen Sie sich einen "guten Abgang ".
- Bedanken Sie sich für das interessante Gespräch
- Fragen Sie, wann Sie mit einer Entscheidung rechnen können
- Verabschieden Sie sich höflich (nennen Sie dabei nochmals den Namen ihres Gegenübers).
- "keep smiling" egal, was passiert ist!

 

Reflexion

- Habe ich mich gut dargestellt?
- Habe ich zuviel/zuwenig gesprochen?
- Was habe ich richtig gemacht?
- Was hätte ich besser machen können?
- Was hätte nicht nicht erwähnen sollen?
- Welchen Eindruck hatte ich von dem Unternehmen?
- Möchte ich dort arbeiten ?

Aus Fehlern lernen

Beispiele:

"Als der zierliche junge Mann mit Anzug und Krawatte bei mir nachfragte, ob ich eine Stelle als Maurer habe, fragte ich mich, ob er jemals bei der Berufsberatung war "

Was nützen einem Verkäufer die besten Schulnoten, wenn er so schüchtern und zurückhaltend ist, dass er keinem Kunden in die Augen schauen kann?"

"Wer seinen Berufswunsch damit begründet, dass er gern liest, und dann kein einziges Buch oder keinen Autor nennen kann, hat doch gemogelt, oder?"

"Wer kein Blut sehen kann oder beim Verbandwechsel in Ohnmacht fällt, sollte sich nicht als Arzthelferin bewerben."

- Die Bewerber sind sich der Bedeutung des Interviews nicht bewusst
- Sie kennen die Grundsätze des erfolgreichen Interviews nicht
- Sie haben sich nicht die Mühe genommen, sich gründlich vorzubereiten
- Sie haben sich wie "beim Arzt" ausfragen lassen
- sich abweisend, wie bei einer polizeilichen Einvernahme verhalten
- sich jovial, wie etwa in der Stammbeiz verhalten
- eine Mine zur Schau getragen "Ich bin gar nicht so sicher, ob ich ihr Angebot überhaupt annehmen will"

 

Die häufigsten Fehler im Vorstellungsgespräch:

- Es gelingt dem Bewerber nicht einen "ersten" guten Eindruck zu hinterlassen.
- Viele Bewerber versäumen es, vorab die
typischen Fragen zu durchdenken und Antworten darauf vorzubereiten
- Lehrstellensuchende habe keine Ahnung
von dem Unternehmen bei dem sie sich beworben haben.

 

 

Und jetzt los und als Gewinner/in durchs Ziel!

aber bei aller notwendigen Anpassungsleistung im Vorstellungsgespräch vergessen Sie bitte nie:

Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere uns haben wollen!