
Mit
der schriftlichen Bewerbung für sich selbst werben.
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Schon lange ist es nicht mehr selbstverständlich, sein Leben lang denselben Job auszuüben. Um so öfter muss man sich um einen neuen Arbeitsplatz bewerben. Hierbei spielt der erste Eindruck eine zentrale Rolle. |
Wenige Sekunden reichen den
meisten Arbeitgebern bei der ersten Durchsicht einer Bewerbungsmappe aus, um zu
entscheiden: Der Kandidat könnte etwas sein oder wird abgelehnt. Der erste
Eindruck ist - mal wieder - von großer Bedeutung. Zunächst geht's um rein
formale Dinge: Kommen die Unterlagen sauber und ordentlich oder etwa verknickt
und mit Flecken an? Welche Präsentationsform wurde gewählt? Wie sieht es mit
Grammatik und Rechtschreibung aus? Und schließlich zählen inhaltliche Aspekte:
Kommt der Bewerber im Anschreiben schnell auf den Punkt? Ist er glaubwürdig?
Welche Qualifikationen und Interessen hat er zu bieten?
Wir möchten Ihnen helfen, für die kritischen Blicke Ihres potenziellen
Arbeitgebers gewappnet zu sein und erfolgreich durchs Bewerbungsverfahren zu
gelangen. Zunächst ist es wichtig, dass Sie Ihre vollständigen Unterlagen
verschicken (Ausnahme: Es handelt sich um eine Initiativbewerbung, und Sie haben
sich für eine Kurzbewerbung entschieden). Dazu zählen folgende Bestandteile:
Das Anschreiben
Bedenken Sie, dass Sie die Neugier des Lesers wecken müssen - schließlich gibt
es in der Regel nicht wenig Konkurrenz. Es gilt, sich positiv abzuheben. Dabei
kann schon der erste Satz Ihres Anschreibens entscheidend sein. Wer wie
mindestens jeder zweite Kandidat mit "hiermit bewerbe ich mich"
beginnt, erntet keine Lorbeeren. Lassen Sie sich unbedingt etwas anderes
einfallen. Haben Sie vorher telefoniert oder anderweitig Kontakt hergestellt, können
Sie sich z.B. im Einstieg für das Gespräch bedanken. Oder Sie beginnen so:
"Ihre Anzeige ist mir ins Auge gefallen..." "Sie suchen... Und
ich bin ..." "Ich möchte mich Ihnen vorstellen ..." etc.
Wichtig ist, dass Sie schon hier verdeutlichen, wie sehr Sie sich mit dem
Unternehmen beschäftigt haben und weshalb Sie gerade dort arbeiten wollen -
z.B. weil Sie bereits ein Praktikum absolviert haben, weil Sie wissen, dass das
Unternehmen einen besonderen Schwerpunkt hat, der Sie interessiert oder weil Sie
das Haus als Kundin bereits kennen etc. Sie müssen dem Leser Ihrer Unterlagen
plausibel machen, weshalb Sie so gut zu der Firma passen.
Der Lebenslauf
Beim Lesen des Lebenslaufs interessiert den Arbeitgeber Ihre Zielstrebigkeit.
Wenn Sie studiert haben, wird man nachrechnen, wieviele Semester Sie an der Uni
waren und ob Sie das Fach - vielleicht sogar mehrfach - gewechselt haben etc.
Wer schon im Berufsleben steht, wird u.a. auf Ausdauer und Beständigkeit
"abgeklopft". Drei Jahre lang sollte man es in einem Unternehmen schon
ausgehalten haben, sonst wird man womöglich in die Schublade "Jobhopper"
gesteckt. Gehen Sie noch zur Schule bzw. haben Sie sie gerade beendet, schaut
man auf Leistungs- und Lieblingsfächer, Freizeitaktivitäten, Praktika und
Jobs. Können Sie in dieser Hinsicht etwas vorweisen, das in die beruflich
angestrebte Richtung geht?
Vergessen Sie nicht, Ihre Hobbys, Interessen und ggf. ein Ehrenamt anzugeben.
Die sagen sehr viel über Ihre Persönlichkeit aus. Und die interessiert Chefs
außerordentlich. Schließlich wollen sie wissen, mit wem sie es zu tun haben.
Der Lebenslauf wird in der Regel tabellarisch verlangt - es sei denn, man
besteht auf der handschriftlichen Version. Das ist aber die Ausnahme. Wichtig
sind Übersichtlichkeit und ein roter Faden, damit die Stationen Ihres Lebens
ohne langes Suchen leicht nachvollziehbar sind.
Übrigens: Der Lebenslauf darf anders als das Anschreiben schon etwas ausführlicher
ausfallen. Bei Führungskräften geht er sogar häufig nicht selten über
mehrere Seiten. Folgende Angaben gehören in den Lebenslauf:
Dies repräsentiert die klassische und in Deutschland gängige Reihenfolge. Immer mehr setzt sich jedoch auch bei uns eine alternative Form der Lebenslaufgestaltung durch, die im anglo-amerikanischen Raum üblich ist. Danach werden die Stationen des Lebens chronologisch rückwärts aufgeführt, man beginnt also mit dem aktuellsten und geht dann zeitlich immer weiter zurück.
Das Foto
Das Foto kann ruhig etwas größer als üblich (5,5 x 4 cm) ausfallen. Außerdem
müssen Sie sich nicht für das gängige, rechteckige Format entscheiden. Warum
also nicht einmal ein quadratisches oder querformatiges Bild verwenden? Die
meisten Bewerber verschicken Farbfotos. Eine weitere Möglichkeit für Sie, sich
abzuheben, besteht darin, auf schwarz-weiß zu setzen. Viele Bewerber sind
erstaunt über die Ausdrucksstärke, die damit vermittelt wird.
Ein Profil
Zeugniskopien
Das Deckblatt
Eine Handschriftenprobe
Äußerlichkeiten
Übrigens: Es muss nicht unbedingt weiß sein. Wie wäre es mit einer leichten Tönung
in blau oder grau? Bei der Mappe gilt vor allem ein Prinzip: möglichst wenig
Plastik. Also bitte keine Klarsichthüllen oder Plastikschnellhefter. Überzeugender
sind selbst zusammengestellte Hefter. Man nehme dazu: 1. eine Klemmschiene, 2.
verstärktes Papier oder Pappe für den hinteren Teil und 3. eine Overheadfolie,
die den Blick auf die erste Seite, z.B. das Deckblatt Ihrer Mappe, freigibt.
Wenn Ihnen das nicht zusagt, können Sie Ihre Papiere natürlich auch binden
lassen. Hier bieten sich vielfältige Möglichkeiten. Erkundigen Sie sich im
Copy-Shop.
Bevor Sie alles abschicken, sollten Sie unbedingt noch einen Blick auf Ihre
Unterlagen werfen. Am besten ist es, wenn außer Ihnen noch jemand nach Fehlern
sucht, damit auch ja alles 100-prozentig korrekt ist und Ihre Mappe nicht schon
in der ersten Runde "ausgesiebt" wird.
Nachfrage
Zum Schluss die wichtigsten Aspekte zum Thema Bewerbungsunterlagen in
der Checkliste: